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Was ist ein Held? Harry Potter als Supermensch 

 

Er wird berühmt werden – eine Legende –, (...) – ganze Bücher wird man über Harry schreiben – jedes Kind in unserer Welt wird seinen Namen kennen!“. Dieses Zitat aus „Harry Potter und der Stein der Weisen“ bezieht sich ursprünglich auf die von J. K. Rowling erfundene Zauberwelt. Doch auch in der Realität entspricht er der Wahrheit. 1997 kam das erste Harry-Potter-Buch auf den Markt, 2007 erschien das letzte. Weltweit wurden die Büchern in 80 Sprachen übersetzt und mehr als 500 Millionen Mal verkauft (Stand 1. Februar 2018). Diesen Erfolg hat die Autorin den zahlreichen Helden aus den Büchern zu verdanken. Ob Harry Potter, Hermine Granger oder Severus Snape, alle haben eins gemeinsam: Sie haben Probleme und Selbstzweifel, die wir „normalen“ Menschen aus dem Alltag kennen. 

Wenn man auf Wikipedia nach Helden sucht, stößt man unter anderem auf dieses Ergebnis: „Ein Held (althochdeutsch helido) ist eine Person, die eine Heldentat, also eine besondere, außeralltägliche Leistung vollbringt. Dabei kann es sich um reale oder fiktive Personen handeln, um Gestalten der Geschichte, aber auch aus Legenden oder Sagen. Seine heroischen Fähigkeiten können von körperlicher Art (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer usw.) oder auch geistiger Natur sein (Mut, Aufopferungsbereitschaft, Kampf für Ideale, Tugendhaftigkeit oder Einsatzbereitschaft für Mitmenschen).“

Harry Potter spiegelt verschiedene Aspekte eines Heldens wieder. Als Junge, der überlebte, ist er der Auserwählte in der Geschichte. Er riskiert mehrmals sein Leben im Kampf gegen das Böse und tut alles, was in seiner Macht steht, um eine ganze Gesellschaft zu retten. Natürlich ist er dabei nicht ganz auf sich alleine gestellt, sondern hat seine Freunde an seiner Seite.

In den insgesamt sieben Büchern gibt es unzählige Heldentaten. In den meisten Fällen geht es darum, dass Harry am Ende eines Schuljahres Voldemort, dem Antagonisten, gegenübersteht und ihn besiegen muss. Im ersten Buch sieht das so aus, dass Harry und seine Freunde Hermine und Ron Voldemort daran hindern müssen, an den Stein der Weisen zu gelangen, durch den er unsterblich werden würde. Durch logisches Denken, Zusammenhalt und Teamwork gelingt ihnen das ziemlich gut, zumindest bis Ron sich selbst in einem Schachspiel opfern muss und das Dreierteam getrennt wird. Auf sich allein gestellt, steht Harry Voldemort gegenüber und besiegt ihn dadurch, dass er einen kühlen Kopf behält, und durch sein Talent Dinge zu sehen, die anderen verborgen bleiben. Aber nicht nur wegen seines Mutes wird Harry als Held gefeiert, sondern auch wegen seinem Talent beim Quidditsch, der beliebtesten Sportart in der Zauberwelt wird er gefeiert. 

Trotzdem vergeht sein Leben nicht damit, dass er das Gefühl genießt als Held gefeiert zu werden. Auch er – ein Held – hat ein schweres Leben. Seine Eltern wurden ermordet, als er ein Baby war, und er selbst konnte dem Tod mehrmals nur knapp entkommen. Hinzu kommt, dass er während seiner Heldentaten viele Menschen verliert, die ihm wichtig sind.

Was können wir davon jetzt auf die Realität übertragen? Einiges! Obwohl Harry Potter ein Zauberer ist, sind Helden auch „nur" Menschen, genau wie du und ich. Sie haben Ängste, Selbstzweifel und Probleme. Wahre Helden sind Menschen, die zu Ihrer Menschlichkeit stehen – auch wenn es schwierig wird. Obgleich es manchmal so einfach wäre, die Schwäche eines anderen auszunutzen, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen, sie tun es es nicht. Denn sie wissen, dass wahre Stärke nicht bedeutet, Schwache auszunutzen.

Wahre Helden überwinden ihre Angst, um das zu tun, was ihr Herz ihnen sagt. Sie machen weiter, auch wenn sie manchmal selbst der Mut verlässt und sie zweifeln. Sie machen weiter, weil sie denken, dass es das Richtige ist. An sich ist es in der Realität viel einfacher, ein Held zu sein, als in Büchern oder Filmen, schließlich müssen wir uns nicht mit einem bösen Zauberer duellieren. Also: Jeder Mensch kann ein Superheld sein, aber sollte es dann nicht Supermensch heißen?

 

Dilara Dagdelen, 10a

 


Eine gefährliche Leidenschaft

 

 

Wenn wir über Hobbys reden, dann kommen uns öfter Sachen wie „zeichnen“, „Instrument spielen“, „reiten“ usw. in den Sinn. Doch was ist mit Hobbys, die gerade deswegen so interessant erscheinen, weil sie so gefährlich sind, wie etwa Fallschirmspringen und Wingsuit Flying?

 

 

Ein Hobby, an das kaum jemand denkt, ist die Geowissenschaft, hier: die Vulkanologie. Die einen sehen das Hobby darin, sich der Gefahr zu nähern und das „Höllenspektakel“ zu sehen, während andere soweit gehen, es sich zum Beruf zu machen und als Wissenschaftler zu erforschen und somit nicht nur den Feuerbergen der Welt nahe, sondern sich auch der Gefahr bewusst sind und die Verantwortung übernehmen, ihre Mitmenschen darüber aufzuklären.

 

 

In diesem Artikel werden Boris Behncke, unser Lehrer Tobias Luschner und Marc Szeglat interviewt. Sie mögen zwar unterschiedliche Bezüge zu der Leidenschaft für Vulkane haben, doch ihre Begeisterung bleibt wohl gleich und hält schon, seit sie Kinder waren.

 

 

Es ist 5 Uhr morgens. Wir befinden uns im Überwachungsraum des INGV Catania (Sizilien), einer Zweigstelle des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV). In diesem Raum befinden sich eine Menge Monitore, die Webcams von sehr aktiven italienischen Vulkanen (zwei der aktivsten der Welt) und Aufzeichnungen unzähliger Erdbebenwellen aus der Gegend anzeigen, aber auch aus aller Welt. So sieht man zum Beispiel ein Erdbeben in Alaska, welches eine Magnitude mit einem Wert über 7 auf der Richterskala hat, und ab und zu eine kleine Feuerfontäne auf dem Bildschirm der Webcam.

Da die Region und ihre seismischen Aktivitäten rund um die Uhr kontrolliert werden, müssen die Wissenschaftler hier auch Nachtschicht schieben. Am 20.10.2020 übernimmt dies der aus Deutschland stammende Vulkanologe Dr. Boris Behncke, der seit Mitternacht vor den Bildschirmen sitzt und die Tätigkeiten der Erdbeben sowie der lokalen Vulkane Stromboli und (vor allem!) Ätna, in dessen Nähe er mit seiner Familie wohnt, dokumentiert. Diese Aufgabe erledigt er etwa 3-4 Mal im Monat.

Schon als Kind interessierte er sich für die Natur und ihre Phänomene. Auf den Geschmack der Feuerberge, mit denen er nun arbeitet, kam er 1973 im zarten Alter von 10 Jahren, als in den Nachrichten der Bericht der Spalteneruption auf Heimaey auf Island berichtet wurde. Daraufhin war der kleine Boris anscheinend so davon fasziniert, dass er es sich, soweit in Deutschland möglich, zum Hobby machte; dazu gehörte zum Beispiel das Aufbewahren von Zeitungsartikeln und Bildern zu dem Thema.

„Abgesehen vom Sammeln von allem, was mit Vulkanen zu tun hat, hatte ich als Kind noch die Macke, mitten in unserem Garten einen Vulkan aus Erde zu bauen und ab und zu in seinem Krater ein Feuer anzumachen – sehr zum Leidwesen unserer Nachbarn, denen der Garten gehörte! Aber ich muss schon sagen, dass sie das mit einer gewissen Geduld ertragen haben.“ Rückblickend bezeichnet Dr. Behncke sich selbst als „den Abgedrehten in der Schule“.

Oft, wenn er Nachrichten über Vulkanausbrüche mitverfolgte, war vom „Ätna“ die Rede. So kam er zu dem Entschluss, dass dieser ein ganz besonderer Feuerberg sein musste. Nun, da er dort arbeitet, beherrscht er auch die italienische Sprache ziemlich gut. Behncke hat sich Italienisch selbst beigebracht, anfangs mit Hilfe eines kleinen Lehrbuchs, als er seinerzeit den Master in Catania machte.

Boris Behncke studierte Geologie an der Universität in Bochum. Neben den aus der Schule bekannten Fächern wie Mathe, Chemie, Physik und Ähnlichem gab es beispielsweise auch die für uns Schüler eher ungewöhnlichen Kurse Paläontologie, Mineralogie und Gesteins-Chemie. Seinen Doktortitel erlangte Behncke bereits in Catania: Dabei erforschte er ein erloschenes Vulkangebiet 50km vom Ätna entfernt und ordnete es chronologisch und sedimentologisch ein.

Heutzutage leben knapp eine Millionen Menschen um den Ätna herum, doch aufgrund der Größe des Berges (derzeit etwa 3325 Meter über dem Meeresspiegel) wird die Gefahr gepuffert. Ganz im Gegensatz zu der Region um den Vesuv herum, wo die Leute ihre Häuser nah am Krater bauen. Allerdings birgt „Mamma Etna“, wie die Sizilianer den Berg nennen, eine andere Bedrohung.

„Es kommt vor, dass die Ausbrüche direkt am Berghang stattfinden und sich dort neue Krater öffnen“, erklärt Dr. Behncke. Einer der größten Ausbrüche, seitdem Menschen in dem Gebiet wohnen, war eine solche „Spalteneruption“ und ereignete sich 1669, wobei die Lava eine Ortschaft am Hang zerstörte und an Catania vorbei ins Meer floss. Mittlerweile wohnen allerdings noch mehr Menschen in der Gegend um den Vulkan herum, weswegen eine solche Eruption verheerende Folgen hätte. 2018, als sich wieder eine kurze, plötzliche Eruption, ein sogenannter Paroxysmus ereignete, fürchteten die Geologen einen solchen Ausbruch. Immerhin wurden damals innerhalb 24 Stunden über 1000 Erdbeben registriert!

Der Alltag des Vulkanologen sieht darum folgendermaßen aus: Behncke arbeitet meistens am Rechner, von welchem er unter anderem Zugang zu den im Überwachungsraum angezeigten Daten hat. Außerdem schreibt er so Berichte, arbeitet an Veröffentlichungen, füllt Formulare aus und erledigt andere bürokratische Arbeiten. Das INGV arbeitet eng mit dem Zivilschutz zusammen. Aber auch Ausflüge nach draußen ins Gelände sind nicht selten, dabei sind die Wissenschaftler mindestens zu zweit unterwegs für den Fall, dass einem von ihnen etwas zustoßen sollte. So wird die vulkanische Tätigkeit dokumentiert.

Oft treten sie auch an die Öffentlichkeit, indem sie Vorträge halten und mit Schulen kooperieren, wobei sehr viel über die regionale Tektonik und insbesondere den Ätna aufgeklärt wird.

Während des nahezu weltweiten Lockdowns im Frühling wurde die Überwachung nicht einfach links liegen gelassen. Stattdessen konnte man vom Computer aus arbeiten, von dem man, wie bereits erwähnt, zu den Daten aus dem Überwachungsraum Zugriff hat und auch zu anderen wie etwa Gasdruck und -konzentration, wo genau kleine Erdbeben lokalisiert sind und viel mehr, was man unter anderem auch für die Kommunikation mit dem Zivilschutz benötigt.

„Wir haben uns so ein bisschen in die Hose gemacht, weil wir anfangs dachten, wenn jetzt ein besonders großer Ausbruch käme, dann wird das hier wirklich chaotisch. Gott sei Dank ist dann doch nichts passiert.“ Momentan baut sich auch in Sizilien wieder eine neue Corona-Welle auf, doch Behncke zweifelt an einem erneuten „Total-Lockdown“ in seinem Land.

Diese Überwachung des Gefahrengebiets und die diesbezügliche Aufklärung der Bevölkerung gibt dem Beruf des Vulkanologen oder allgemein des Geophysikers das Potential, in gewisser Hinsicht „heldenhaft“ zu sein. Der aus Deutschland stammende Geowissenschaftler äußert sich dazu folgendermaßen: „Ich sehe mich nicht direkt als Held, aber ich sehe mich und meine Kollegen als Menschen, die eine Mission haben und mit dieser Mission versuchen wir, diese Welt ein bisschen besser zu machen.“

Der Ätna auf Sizilien und bei den sich nördlich befindenden Äolischen Inseln, aber auch der Vesuv und die in den Medien oft zum „Supervulkan“ ernannten Campi Flegrei in Kampanien stellen für Millionen von Menschen eine Bedrohung dar. „Wir versuchen, den Menschen zu helfen mit diesen Vulkanen zusammenzuleben und, wenn es gefährlich wird, so rechtzeitig wie möglich eine Warnung herauszugeben. Die Leute müssen sich bewusst sein, an was für einer Stelle sie überhaupt leben, und nicht erst die Gefahr erkennen, wenn es möglicherweise schon zu spät ist.“ Man müsse sich autonom auf die Situation vorbereiten, das heißt, automatisch handeln, wenn eine erneute Eruption ansteht. „Der Ätna ist sehr mysteriös,“ erklärt der Geowissenschaftler. „Die Leute hier sehen den Berg als eine Art Dame, eine sizilianische Mamma , die in der Küche gerade etwas zubereitet, aber nicht verraten will, was es mal wird. Und in dem Moment, wo man riecht, was das werden sollte, da ruft sie zum Essen.“ Vermenschlicht man den Vulkan, verstehen das die Einheimischen und können sich möglicherweise besser in die Lage hineinversetzen.

Leider wird eine Fehlinterpretation einer Eruption oft den Vulkanologen in die Schuhe geschoben – und das, obwohl sie mit dem Bewachen der Naturgewalt eine große Verantwortung übernehmen und somit einen der gefährlichsten Berufe der Welt ausüben! Ein Ausbruch kann demnach entweder größer oder kleiner als von den Wissenschaftlern erwartet wurde ausfallen. Laut Dr. Behncke ist die Wissenschaft noch weit davon entfernt, präzise Vorhersagen zu machen.

Man sollte ihnen da auf keinen Fall keine Vorwürfe machen, schließlich sind die Wissenschaftler keine Götter, sondern Menschen, die mit der von uns viel zu oft unterschätzten Natur leben und arbeiten und ihre andere Seite kennen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doktor Behncke während der Ätna-Paroxysmus-Krise an Weihnachten 2018 – Im Hintergrund sieht man die vielen Monitore mit unzähligen Erdbeben-Signalen.

 

 

 

Außerhalb der Vulkanologie als Beruf kann man diese auch als Hobby praktizieren. Unter anderem tut dies ein Lehrer von uns.

 

An einem unserer Interviews nimmt auch Herr Luschner, 45 Jahre alt und 1.95 Meter groß (!), teil. Sein Interesse an der Naturgewalt besteht bei ihm von Kindesbeinen an. Schon sehr früh wurde er mit aktiven Vulkanen konfrontiert. Inspiriert von seinem Vater erlebte Luschner unzählige aufregende und teilweise sogar lustige Abenteuer, welche er zum Teil in einem Reisetagebuch zusammengefasst hat. Dieses Tagebuch, welches den Namen „Homo vulcanicus“ trägt, wurde im Medu-Verlag veröffentlicht.

 

Hallo, Herr Luschner, schön, Sie hier ebenfalls hier begrüßen zu dürfen! Sie bezeichnen sich selbst als „Hobby-Vulkanologe“. Was ist das und was unterscheidet Sie von einem „echten“ Vulkanologen?

Luschner: Ich besuche Vulkane ausschließlich in meiner Freizeit, was der Berufs-Vulkanologe nicht macht. Der kann sich auch nicht unbedingt aussuchen, welchen Vulkan er gerade wissenschaftlich untersuchen möchte, sondern ist von dem Institut und dem Land abhängig, in dem er arbeitet, während ich je nach Lust und Laune entscheiden kann, zu welchem Vulkan ich fahren möchte. Dann versuche ich auch möglichst einen Ausbruch mitzuverfolgen. Das ist bei einem Berufs-Vulkanologen wahrscheinlich ebenfalls anders, der wird sich bestimmt auch mit ruhenden oder erloschenen Vulkanen beschäftigen müssen oder dürfen. Ich glaube, nur die wenigsten haben das Glück, so viele Ausbrüche mitzuerleben, wie man sie zum Beispiel am Ätna sieht.

 

Genauso wie die Forscher gehen auch Sie bei dieser Leidenschaft hohe Risiken ein. Einige würden das vielleicht als „heldenhaft“ ansehen, wie sehen Sie es?

Naja, heldenhaft finde ich mein Hobby nicht unbedingt. Natürlich stellt sich die Frage, ob man es nicht auch „Dummheit“ oder „Leichtsinn“ nennen könnte. Meiner Meinung nach muss man Erfahrungen sammeln und kann dann die Risiken abwägen, sodass man diese minimiert. Und ich denke, es ist eher heldenhaft, wenn man als Forscher oder Wissenschaftler einen Vulkan überwachen und rechtzeitig die dort lebenden Menschen evakuieren kann, wie es zum Beispiel am Pinatubo-Ausbruch (1991) der Fall war, bei dem dank der guten Vorhersage der Wissenschaftler vielen das Leben gerettet wurde. Damals musste man mit dem Hubschrauber auf dem Lavadom landen. Das ist nicht unbedingt etwas, was ich in der Initialphase dieses Ausbruchs getan hätte. Wenn ich also auf einem Vulkan herumhüpfe, um die Lava fließen zu sehen, ist das keine heldenhafte Aktion.

 

Warum haben Sie sich dazu entschieden, Biologie und Chemie zu studieren und zu unterrichten, anstatt Ihr Hobby zum Beruf zu machen?

Ich habe es mir natürlich überlegt, denn ich war schon als Schüler an Naturwissenschaften interessiert. Es war für mich schon immer klar, dass es in Zukunft in diese Richtung gehen sollte, vor allem in die Richtung Chemie. Vulkanologe war tatsächlich damals mein Berufswunsch Nummer Eins, aber dann habe ich mich mit zwei Professoren unterhalten – Professor Schick aus Stuttgart und Professor Seidel aus Erlangen – und nach den Unterhaltungen mit ihnen hat sich herausgestellt, wie unwahrscheinlich es ist, dass man den Beruf später in Deutschland ausübt. Nur sehr wenige schaffen es, eine Stelle an einem Institut zu kriegen. Man muss von vornherein bereit sein, irgendwo an einem der Vulkane dieser Welt zu arbeiten, wenn man die Gelegenheit dazu bekommt. Da habe ich mir dann gedacht: „Na ja, gut, das ist vielleicht doch nicht so mein Ziel.“ Tatsächlich wollte ich meinen Beruf schon immer in Deutschland ausüben, daher sprach letzterer Faktor sehr stark dagegen.

 

Seit wann genau besteht diese Leidenschaft bei Ihnen? Gab es damals noch andere Einflüsse außer Ihrem Vater?

So ganz genau kann man das eigentlich gar nicht sagen, aber es besteht bei mir schon seit früher Kindheit. Der größte Einfluss ist sicherlich mein Vater, der ja auch bereits Vulkane zum Hobby hatte. Die Faszination hat sich von ihm auf mich übertragen, denn dank ihm sah ich aktive Vulkane schon sehr früh in meinem Leben.

 

Wie kam dieses Hobby in Ihre Familie?

Soviel ich weiß, war es so, dass mein Vater am Ende des Zweiten Weltkriegs den Vesuv beim Ausbruch gesehen hat, als er als Soldat mit dem Zug nach Afrika musste und nach Italien gefahren ist. Da verweilten sie dann mehrere Tage in Neapel und er hat sich „abgesetzt“, um den Vulkan zu beobachten, was in vielerlei Hinsicht nicht gerade ungefährlich war. Aber da ist (im wahrsten Sinne des Wortes!) der Funke auf ihn übergesprungen und er hat sich gedacht: „Oh, das muss ich öfter machen!“ 

 

Wo und wann war Ihre erste Vulkanbesteigung? Wie war dieses einzigartige Erlebnis für Sie?

Also auf einen Vulkan gestiegen bin ich schon 1981, auf den Vulcano, aber da weiß ich nur noch, dass man immer aufpassen musste, nicht an die heißen Schwefelaustritte hinzukommen, um sich nicht die Füße zu verbrennen.

Einen ausbrechenden Vulkan erlebte ich dann 1983 am Stromboli. Ich war 8 Jahre alt, als wir dort hochgestiegen sind. Der Stromboli war anscheinend sehr aktiv und hat furchtbar laut gedonnert. So hab ich gleich bei der ersten Explosion zu meiner Mutter gesagt: „Mama, halt mich fest!“. Das ist für ein kleines Kind wohl auch verständlich. Später bin ich oben auch friedlich eingeschlafen und hab die ganze Nacht genüsslich durchgepennt, da hat mich der Vulkan nicht mehr so gestört.

Es war eine Mischung aus Anstrengung und ein bisschen Angst, aber offensichtlich auch vorhandener Faszination, sonst wäre ich schließlich nicht dabeigeblieben.

 

Der Titel Ihres Buches lautet „Homo vulcanicus“. Was haben Sie sich bei diesem Namen gedacht?

Ich glaube, diese Wortschöpfung kommt von Maurice und Katia Krafft, die haben den Begriff Homo vulcanicus schon einmal in einer Dokumentation erwähnt, weil sie einfach den Gedanken hatten, dass es Menschen oder einen Menschenschlag geben muss, die sich von so etwas derartig angezogen fühlen und so fasziniert sind, sodass sie ihr ganzes Leben darauf ausrichten, so oft wie möglich die spektakulärsten Vulkanausbrüche mitverfolgen zu können. Und da haben sie sich den Begriff Homo vulcanicus dafür ausgedacht, also ein „Vulkanmensch“, der sich vom Sapiens diesbezüglich ein bisschen unterscheidet.

 

Was gehört für Sie dazu, ein „Homo vulcanicus“ zu sein, und wie kann man Ihrer Meinung nach einer werden?

Das ist relativ leicht zu beantworten, man muss einfach einen Vulkanausbruch aus unmittelbarer Nähe, soweit es von der Sicherheit her möglich ist, miterleben. Dieses Unmittelbare ist auch ein Faktor, wenn man das erst erlebt hat, sieht man die Sache auch nochmal anders. Es ist so ein grundlegendes Erlebnis, was Menschen auf eine gewisse Weise verändern kann und was man sich einfach so einprägt, dass man davon sehr fasziniert ist. Dazu gehört im Prinzip alles: Nicht nur die optische Erscheinung der aufsteigenden Feuerfontänen und die Geräusche der vom Himmel herabfallenden Brocken und dem Donnern aus den Schloten, sondern auch der Geruch. Es ist eigentümlich, man hat diese Gerüche von Schwefelgasen und geschmolzenem Metall. Das macht das Ganze zu etwas, was man einfach miterleben muss, sonst kann man sich das wahrscheinlich gar nicht so leicht vorstellen.

 

Was war das Beste/Lustigste, was Ihnen verbunden mit diesem Hobby passiert ist?

Es ist passieren in der Tat aufgrund des abenteuerlichen Charakters des Ganzen relativ häufig irgendwelche kuriosen Dinge, weil vieles recht spontan und unplanmäßig abläuft.

Zum Beispiel bin ich einmal zum Ätna-Ausbruch geflogen und habe den allerletzten Wagen von einer Leihwagenfirma in Catania gekriegt. Bei dem musste man immer wieder befürchten, dass beim Zuschlagen einer Tür alle anderen rausfallen… Und damit bin ich dann am Ätna herumgefahren und mitten im Sommer in ein Gewitter mit Schneesturm geraten. Ich konnte mit dem Wagen nicht mehr runter, weil überall Schnee war und man nicht mehr verkehrssicher fahren konnte. Das Auto habe ich später an der Sapienza (einer Raststätte in 2300 Metern) abgestellt. Dann bin ich hochgelaufen, um mir die Eruptionen anzusehen. Ich startete die Aktion um 11 Uhr vormittags und kam um 23 Uhr wieder runter – einen Teil eines solchen Ausbruchs muss man natürlich nachts sehen!

Das Ungewöhnliche war, dass in der Zwischenzeit eine Bühne aufgebaut wurde, auf der eine Band spielte. Es waren hunderte von Zuschauern da. Ich wusste nicht, dass da ein Fest veranstaltet wurde, weil es in keiner Weise ersichtlich war, als ich das Auto dahingestellt hatte. Und so stand diese Schrottkarre direkt vor der Bühne und außen herum waren die tanzenden Leute. Ich habe mir gedacht: „Alter! Was ist denn jetzt los?!“ und bin ins Auto eingestiegen und durch die Menschenmenge durchgefahren, hahahaha! Das war schon sehr lustig!

Die Italiener haben sich offenbar nichts weiter dabei gedacht. In Deutschland hätte man vermutlich gewusst, dass man sein Auto nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit abstellen darf. Aber dort sind die Leute einfach zur Seite gegangen, als ich durch sie hindurchgefahren bin. Ist einfach eine andere Mentalität.

 

Gab es mal ein Erlebnis, bei denen Sie so richtig Angst hatten?

Tatsächlich hat mich „Mamma Etna“ einmal während eines Paroxysmus wirklich in Angst versetzt. Eine Feuerfontäne von 250 Metern Höhe nahm innerhalb weniger Minuten eine Höhe von 700 Metern an. Allerdings war ich in der Phase etwas zu nah am Geschehen dran. Ich meine, bei 250 Metern hatte ich immer noch in etwa 300-400 Meter Sicherheitsabstand dazwischen gehabt, die 700-Meter-Fontäne hat ihre glühende Materialien schließlich auch in meine Richtung gestreut. Da kamen dann teilweise auch große, glühende Brocken heruntergesegelt, die hörbar nur ein paar Meter von mir gelandet sind. Daraufhin habe ich dann meine Kameraausrüstung gepackt und mir gedacht: „So, jetzt ist Rennen tatsächlich mal sinnvoll!“ Man läuft so oft ohne großen Sinn einem Ball hinterher, und das war eindeutig der richtige Moment, um zu rennen. Dann bin ich einfach davongelaufen… Es gibt sogar Kameraaufnahmen, weil die Kamera während dieser Zeit weitergelaufen ist. Es gibt nicht viel zu sehen, man hört nur die Feuerfontäne rauschen und sieht hin und wieder irgendwelche roten Lichtpunkte, die durch die Luft fliegen.

Da hatte ich dann tatsächlich Angst…

 

Wie fühlen Sie sich, wenn Sie erfahren, dass Sie andere mit Ihrer Begeisterung ansteckt haben?

Also, ich finde es schön! So wie es vermutlich jeder schön finden würde, wenn man jemanden für etwas begeistern kann, wofür man sich selbst interessiert. Bei dem Hobby ist es so, dass ich mir denke: Hoffentlich sind es dann auch Leute, die mit der entsprechenden planerischen Sorgfalt und Vorsicht an die Sache herangehen. Die Erfahrungen sollte man ebenfalls eher stückweise sammeln, bis man dann einigermaßen sicher unterwegs ist, was natürlich nie so ganz hundertprozentig geht. Man sieht es letztlich daran, dass die Kraffts auch von einem Vulkanausbruch getötet worden sind, wobei sie die vermutlich erfahrensten Vulkanfilmer der Welt gewesen sind, vielleicht sogar die erfahrensten, die es jemals gegeben hat! Da würde ich natürlich demjenigen, den ich angesteckt habe, mitgeben wollen, dass man sich nie zu sicher sein sollte.

 

Haben Sie einen Lieblingsvulkan und warum?

Mein Lieblingsvulkan ist tatsächlich Ätna, vor allem, weil ich mich dort am besten auskenne. Er ist relativ gut erreichbar und zählt zu den aktivsten Vulkanen der Erde. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass man da einzigartige Erlebnisse haben kann, ist natürlich hier mit am höchsten, also muss ich ganz klar sagen, dass er mein Lieblingsvulkan ist. Zudem gibt es da ganz viele interessante Pilzarten, meine andere Lieblingsbeschäftigung, da kann ich dann die beiden Sachen wirklich gut verbinden.

 

Konnten Sie schon einmal Ihre Leidenschaft für die Vulkanologie mit Ihrem Lehrer-Beruf kombinieren?

Ja, ich habe mal ein W-Seminar in Chemie geleitet, weil man Vulkanismus ganz gut chemisch analysieren und erklären kann. Das war wirklich schön und für mich persönlich das beste Seminar, das ich je gegeben habe. Wir haben eine tolle Exkursion in die Eifel gemacht. Ich hatte auch den Eindruck, dass es allen Spaß gemacht hat, und es ist immer schön, wenn man in der Schule etwas macht, das allen beteiligten Spaß macht! Das ist der Idealfall.

 

Was würden Sie denjenigen auf den Weg geben, die ebenfalls ein „ungewöhnliches Interesse“ haben?

Ich würde sagen, man sollte sich nichts weiter dabei denken. Es sind gerade die Menschen, die mit ihrem Interesse aus der Reihe scheren, vielleicht auch die, die am Ehesten etwas entdecken oder vielleicht auch kreativer sind. Deswegen halte ich es grundsätzlich für etwas Positives, wenn man seine eigenen, wenn auch ungewöhnlichen Wege findet.

 

Vielen Dank für Ihre Teilnahme! Wir wünschen Ihnen, dass Sie auch in Zukunft dieses Hobby ausleben können und den einen oder anderen mit Ihren Geschichten für das Thema begeistern können!

 

 

 

 

 

 

 

 

Urlaub in Italien mal anders: Paroxysmus des sich in Sizilien befindenden Ätna im Jahr 2011, selbst für Erfahrene wie Herrn Luschner eine sehr beängstigende Lage!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Homo vulcanicus – Erzählung“ – mit beeindruckenden, schönen und lustigen Geschichten sowie teilweise von ihm selbst angefertigten Zeichnungen entführt der Lehrer für Biologie und Chemie die Leser in die Welt der Vulkane. Falls jemand Interesse hat, der kann es sich in der Buchhandlung für etwa 10 Euro bestellen.

 

Viel Spaß beim Lesen!

 

 

 

Zum Schluss kommen wir zur Befragung des Geowissenschaftlers und Kameramanns Marc Szeglat, welcher aus Oberhausen im Ruhrgebiet kommt – auch er hat Bücher geschrieben und ist außerdem der Autor der Seite www.vulkane.net.

 

Hallo Marc, es ist uns eine Ehre, Sie bei einem Interview der Schülerzeitung „Ventil“ begrüßen zu dürfen. Zuallererst: Wie sind Sie auf die Vulkanologie gekommen? Welche Einflüsse haben letzten Endes dazu beigetragen, dass Sie sie sich zum Beruf gemacht haben?

Mein Interesse wurde 1984 geweckt, als ich als Jugendlicher den Urlaub auf Ischia im Golf von Neapel verbrachte. Von dort startete ich zum Vesuv und besichtigte Pompeji. Dort sieht man, welche gewaltige Zerstörungskraft ein Vulkanausbruch entfesseln kann. Das hatmich ziemlich geprägt.

 

Wo haben Sie studiert?

An der Ruhr-Uni-Bochum

 

Hatten Sie bereits als Kind oder dann als Jugendlicher Hobbys, die mit Geowissenschaften zu tun hatten?

Ich habe gerne Mineralien und Fossilien gesucht, so wie mein Sohn jetzt auch. Dinosaurier fand ich ebenfalls faszinierend, genauso Archäologie. Ich wollte wohl sowas wie ein moderner Indiana Jones werden und habe es ansatzweise und über Umwege realisiert.

 

Wenn man Vulkanologe werden möchte, muss man ja Geologie oder allgemein Geowissenschaften studieren und kann sich erst nach dem Studium spezialisieren. Könnten Sie uns bitte erzählen, wie für Sie das Studium im Großen und Ganzen war?

Ich konnte mich nicht auf eine Fachrichtung festlegen und war enttäuscht, dass der damalige Vulkanologie-Professor nach Kiel gewechselt hatte. Die Stelle blieb dann bei uns unbesetzt. Von daher habe ich mir das meiste Wissen über Vulkane selbst angeeignet. Geholfen hat mir dabei natürlich die geowissenschftliche Basis, die ich durch das Studium erhalten habe.

 

Welche Fächer hat man (noch) im Geowissenschaften-Studium? Wie viel davon ist Mathematik oder hat damit zu tun?

Ich hatte zwei Semester Mathematik, Chemie und Geophysik belegt, dazu dann noch Biologie. Die Mikroskopie von Pflanzenzellen brauchte man für Paläontologie. Mathematik und Chemie kamen in der Mineralogie immer wieder vor. Generell sollte man schon ein ziemlich breites naturwissenschaftliches Spektrum mitbringen. Nach der Schule hatte ich das nicht und musste dann auf der Uni umso mehr büffeln.

 

Welchen Numerus Clausus brauchten Sie, um an Ihrer Universität angenommen zu werden?

Keinen.

 

Wie stehen die Chancen, nach dem geowissenschaftlichen Studium eine Arbeit zu finden?

Die Chancen stehen schlecht. Aus meinem Jahrgang haben es nur die Wenigsten geschafft als Geologe zu arbeiten. Ich bin ja auch zur Medienbranche gewechselt und dokumentiere Vulkanausbrüche. Das abenteuerliche Leben, das man sich so als Geologie-Student ausmahlt, wird in dem Job für die wenigsten Realität.

 

Wie geht das mit dem „sich auf ein Thema spezialisieren”, nachdem man eine Sache allgemein studiert hat bzw. wie war es bei Ihnen, als Sie sich auf die Vulkanologie „spezialisiert“ haben?

Wie gesagt, ich habe mich nicht auf Vulkanologie spezialisiert. Dazu hätte ich nach Kiel gehen müssen. Ich habe mich dann auf Tektonik und magmatische Gesteine spezialisiert, indem ich einfach entsprechende Kurse belegte und mit dem Professor klärte,wohin die Reise gehen soll.

 

Wie sieht Ihr Alltag aus?

Mein Alltag sieht so aus, dass ich im Netz nach Nachrichten über Vulkane suche und Daten der Observatorien sammle. Daraus stricke ich meine Berichte. Als man noch reisen konnte, bin ich zu den Vulkanen gefahren und habe Vulkanausbrüche gefilmt.

Vulkanologen an einem Observatorium haben Schichtdienst und müssen die Instrumente überwachen. Einige fahren ab und an zum Vulkan raus, z. B. um Gasproben zu nehmen. Natürlich gibt es dann noch die verschiedensten wissenschaftlichen Studien zu erledigen, Grundlagenforschung, denn immer noch verstehen wir den Vulkanismus nicht richtig. Man hofft, eines Tages Vulkanausbrüche vorhersagen zu können.

 

Haben Sie sich während Ihrer Arbeit in Lebensgefahr befunden oder geglaubt, es zu sein? Oder in welcher Situation hatten Sie besonders Angst?

Ja, ein paar Mal. Am gefährlichsten war es im Krater des Vulkans Eta Alé (Äthiopien) . Mit einem Freund hatte ich mich an den senkrecht abfallenden Kraterwänden abgeseilt. Wir standen dann 40 m oberhalb von einem Lavasee, als es zu großen Felsstürzen kam. Die Gesteinsmassen krachten in den Lavasee und dieser begann wild zu brodeln und zu dampfen. Aber zum Glück beruhigte er sich wieder, ohne dass es zu größeren Explosionen gekommen wäre.

 

Was verdient man im Durchschnitt bei diesem Job?

Das ist sehr unterschiedlich und hängt davon ab, was ich an Videomaterial verkaufe und wie viele Leser meine Webseite besuchen. Mein Jahresumsatz kann sehr schwanken und ich muss immer Geld in Reserve halten. Von Vulkanologen in Italien weiß ich, dass sie deutlich weniger als ein Lehrer in Deutschland verdienen. Das hängt aber auch immer davon ab, wo in der Hierachie man sich befindet.

 

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß und warum? Gibt es auch etwas, was Ihnen dabei überhaupt keinen Spaß macht?

Draußen in der Natur unterwegs zu sein und natürlich die Spannung am Vulkan zu erleben, an seine Grenzen zu gehen, das ist wie das Salz in der Suppe des Lebens.

 

Inwiefern beeinflusst die Arbeit Ihr Privatleben?

Mittlerweile beeinflusst das Privatleben meine Arbeit. Ich nehme viel Rücksicht auf meinen Sohn und habe darum schon auf manche Vulkantour verzichtet. Ansonsten muss mein soziales Umfeld damit klar kommen, dass ich öfters mal spontan weg bin und keine langfristigen Pläne mache.

 

Wie hat die COVID-19-Pandemie Ihr Leben oder das der anderen Vulkanologen, die Sie kennen, beeinflusst?

Für mich sind die weltweiten Reiserestriktionen ziemlich katastrophal. Dieses Jahr werde ich wohl nur halb soviel wie sonst verdienen. Wenn es noch 2-3 Jahre so weiter geht, werde ich mein Gespartes aufgebraucht haben, dann ist Schluß mit Lustig. Als Soloselbstäniger bekomme ich keine staatliche Unterstützung, um mein Leben zu finanzieren. Die Vulkanologen in den Dritte-Welt-Ländern trifft es ziemlich hart. Denen ist teilweise das Geld bereits ausgegangen und die Observatorien laufen nur noch im Notbetrieb. Die weltweite Reaktion auf die Pandemie halte ich teilweise für gefährlicher als das Virus selbst. 

 

Eine letzte Frage noch: Was würden Sie denjenigen mit auf den Weg geben, die sich für das Thema begeistern oder sogar überlegen, es ebenfalls zum Beruf zu machen?

Man sollte sich das sehr gut überlegen. In Deutschland gibt es das Berufsbild des Vulkanologen eigentlich nicht. Wirklich als Vulkanologe arbeiten kann man nur im Ausland an einem Vulkan. In vielen Ländern ist die Bezahlung schlecht. Die paar Jobs an deutschen Forschungseinrichtungen, die sich mit dem Thema befassen, sind dünn gesäht. Aber wenn man erst einmal vom Vulkanfieber gepackt ist, kommt man nur schwer wieder davon los und man wird alles unternehmen, um seinen Traum leben zu können.

 

Danke, dass auch Sie sich Zeit für das Interview genommen haben. Wir hoffen, dass Sie, nachdem die Pandemie vorbei ist, wieder Ihre Reisen unternehmen können.

 

Anastasia Kurka, Q11

 



Interview mit Dr. Stephan Schultes Landapotheker 

Auch im neunen Schuljahr hält uns Corona in Atem. Es gibt jede Menge Alltagshelden wie Ärzte, Pflegekräfte und zum Beispiel auch die vielen Frauen in Supermärkten, Bäckereien, Metzgereien, usw. Wir haben uns als Alltagshelden einen Landapotheker ausgesucht und ihn hierzu interviewt. 

 

 

Wie finden Sie Ihren Beruf als Apotheker?

Dr. Schultes: Der Beruf als Apotheker ist ein wunderbarer Beruf. Ich könnte mir keinen schöneren vorstellen. Er ist spannend, abwechslungsreich und man lernt die ganzen Familien in seiner Gemeinde kennen. Vom ganz kleinen Baby bis zum alten Opa und zur alten Oma und das macht sehr viel Spaß.

 

Wie war oder ist die Corona-Pandemie für Sie?

Dr. Schultes: Die Corona-Pandemie ist für mich als Apotheker und auch als Privatmensch bestimmt ein ganz schlimmer Alptraum, ich hätte mir nichts Schlimmeres vorstellen können. Dass man nicht frei reisen kann, ohne sich vorher in der Zeitung zu informieren, ob man denn erst wieder mit einer Quarantänezeit zurückreisen darf, und auch die Kunden in der Apotheke sind sehr verunsichert, fragen häufig um Rat, und da muss man seinen gesunden Menschenverstand einschalten und den Leuten beratend und beruhigend zur Seite stehen.

 

In der wievielten Generation bewirtschaften Sie die Apotheke?

Dr. Schultes: Die Apotheke in Altomünster, die führe ich jetzt in der 3. Generation. Das heißt, mein Großvater hat die Apotheke gegründet als St. Alto Apotheke, dann hat sie mein Papa übernommen, hat sie umbenannt in die St. Alto-Birgitten-Apotheke und ich habe sie dann vor ein bisschen mehr als 10 Jahren übernommen und bin sozusagen jetzt die 3. Generation. In der Familie sind wir insgesamt 11 Apotheker.

 

Was war das Ekligste, das Sie in Ihrem Beruf erlebt haben?

Dr. Schultes: Das ekligste in meinem Beruf? Ich würde sagen, das sind ganz sicher ungewaschene Füße, stinkende, ungewaschene Füße, wenn wir bei einem Patienten mal die Kompressionsstrümpfe ausmessen müssen und die Patienten haben sich vorher die Füße nicht gewaschen und halten einem ihre Käsefüße unter die Nase und da muss ich mir das Lachen oft verkneifen und wünsche mir am liebsten eine Wäscheklammer auf die Nase.

 

Warum haben Sie sich für den Beruf Apotheker entschieden und wie sind Sie darauf gekommen?

Dr. Schultes: Für den Beruf des Apothekers habe ich mich entschieden, weil ich etwas arbeiten wollte, das mit Menschen zu tun hat, und weil ich etwas lernen wollte, das einem ganz viel erklärt und aus der Naturwissenschaft alles Mögliche an Zusammenhängen erschließen lässt. Und ich wollte auch etwas machen, wo ich wenig mit dem Flugzeug rumfliegen muss und deswegen Apotheker. In der eigenen Apotheke, da bin ich in 10 Minuten in der Arbeit und auch beim Mittagessen oder am Abend spätestens wieder zu Hause.

 

Wie viele Medikamente haben Sie ungefähr in Ihrem Lager?

Dr. Schultes: Ich weiß es nicht ungefähr, sondern ich weiß es ganz genau. Ich hab sie für euch gezählt und es sind 14.354 Medikamente.

 

 

Welche Fächer braucht man für das Apotheker-Studium?

Dr. Schultes: Die wichtigsten Fächer, das sind die naturwissenschaftlichen Fächer. Dazu gehören Mathematik, Physik und Chemie, vor allem Chemie. Was aber nichts anderes ist, als wenn man schreiben lernt. So ähnlich ist Chemie. Also muss man schreiben lernen, nur chemische Formeln. Dann ist Latein wichtig, weil wir ganz viele Begriffe auf lateinisch können müssen und auch die Biologie ist bei uns ein ganz wichtiges Fach, weil wir natürlich wissen müssen, wenn ein Mensch krank ist, was er hat. Und das lernt man in Biologie. Da lernt man auch die verschiedenen Pflanzen auswendig. Die haben häufig lateinische Namen. Damit wir uns das merken können, müssen wir Latein können. Und auch ein bisschen Englisch und ein bisschen Französisch ist nie verkehrt, weil wir Kunden aus der ganzen Welt haben und dann mit Ihnen reden können.

 

Was war das Lustigste in Ihrem Beruf?

Dr. Schultes:  Hm, also zu lachen habe ich eigentlich jeden Tag was bei mir im Beruf. Aber ich kann mich zurückerinnern, dass eines Abends im Notdienst mir mal eine junge Frau einen Schuhkarton auf den Apothekentisch gestellt hat. Es war so 20 Uhr abends im Notdienst und da hab ich mir dann gedacht, ja was ist denn in dem Schuhkarton drin? Und dann hat sie den Schuhkarton aufgemacht und dann waren da 3 afrikanische Wüstenrennmäuse drin und die haben sich gegenseitig geärgert und sich die Öhrchen abgebissen und dann hat sie mich gebeten, dass man doch die Mäuse irgendwie verarztet und denen ein Pflaster draufmacht. Da musste ich sehr lachen und das war, glaube ich, eine der lustigsten Sachen.

Bringen Sie sich im normalen Alltag eigentlich selbst in Gefahr sich anzustecken?

Dr. Schultes: Die Gefahr sich mit dem Corona-Virus anzustecken ist zwar auch in meinem Beruf immer gegeben, aber wer schon mal bei uns jetzt in der Apotheke war, hat bestimmt gesehen, dass wir am Eingang ein Schild haben, dass jeder Kunde bitte eine Maske tragen soll. Wir haben auf den Fußboden Aufkleber geklebt, dass die Kunden Abstand halten sollen, und haben natürlich, wie in vielen anderen Geschäften auch, tolle Glasscheiben vor jedem Arbeitsplatz installiert und für unsere ganzen Mitarbeiter natürlich ein Hygienekonzept entwickelt, das dafür sorgt, dass die Kontakte und die Nähe zueinander reduziert werden und wir so durch ständiges Händewaschen und Abstandhalten natürlich das Infektionsrisiko so gering wie möglich halten. Und im Übrigen sind wir alle geimpft gegen Grippe und gegen Lungenentzündung und gegen viele andere Sachen auch noch. Und selbst wenn wir dann mal Corona kriegen, hoffen wir, dass es dann nicht so schlimm ausfällt bei uns.

 

Und halten alle Kunden sich auch an den Abstand?

Dr. Schultes: Die allerallermeisten Kunden halten sich an die Abstände. Die kleinen Kinder nicht so, die hüpfen sofort auf unser schönes Karussell. Das müssen wir dann mehrmals am Tag desinfizieren. Und wenn einer mal wirklich ganz uneinsichtig ist, dann sage ich schon mal, dass er bitte wieder rausgeht aus der Apotheke, weil wir doch die ein oder anderen kranken Patienten bei uns haben und die zuerst schützen wollen. Wenn dann einer gar keine Maske aufziehen mag oder sich nicht an den Abstand hält, dann sag ich ganz höflich, jetzt gehens mal wieder vor die Türe, dann komm ich mit raus und dann kriegen Sie es entweder draußen oder Sie suchen sich halt ein anderes Geschäft.

 

Und wie ist es, wenn jetzt kein Corona herrscht? Wie ist es dann mit der Infektionsgefahr, dass Sie sich mit anderen Krankheiten anstecken?

Dr. Schultes:  Die Gefahr ist zwar immer gegeben, dass wir uns anstecken, aber wir haben sehr, sehr gute Abwehrkräfte, weil wir immer einen großen Obstkorb bei uns in der Apotheke haben und fleißig Äpfel und Bananen und alles Mögliche essen. Und eben weil wir auch jeden Tag ein bisschen mit den Krankheitserregern in Kontakt kommen, hat unser Abwehrsystem, unser Immunsystem ein gutes Training. Und dann, wenn es uns mal wirklich erwischt, fällt es bei uns häufiger eher ganz mild aus.

 

Vielen Dank für das Interview!

Maximiliane Schultes, Marie Wenger 5c 

 


Interview mit Frau Schleßing

 

Wie wir alle wissen gibt es viele neue Lehrer an unserer Schule wie z.B. Frau Schleßing. Sie ist nicht nur eine neue Lehrerin an unserer Schule, nein, sie ist auch unsere neue Stellvertretende Schulleiterin.

Natürlich wollten wir als die Schülerzeitung sie interviewen.

Hier findet ihr unser Interview mit ihr:

Ventil: Auf welcher Schule waren sie zuvor?

Fr. Schleßing: Am Christoph Scheiner Gymnasium Ingolstadt

War ihr Traumberuf schon immer Lehrerin, wenn nicht was dann?

Ja.

Wie stellen sie sich die perfekte Klasse vor?

Eine Klasse, die diskutiert, fragt, mitdenkt, kritisiert, aber eigentlich gibt es keine perfekte Klasse [Anm. d. Red.: Wir begrüßen, dass das bei Frau Schleßing so ist. Bitte macht das nicht bei jedem Lehrer oder richtet euch ein auf schlechtere Noten und Zusatzaufgaben ...].

Wie lange arbeiten sie schon als Lehrerin?

Seit 26 1/2 Jahren

Was ist ihre Lieblingsfarbe?

Die Farbe Rot [Anm. d. Red.: Rot gilt als Urfarbe und steht für Liebe, Leidenschaft. Frau Schleßing ist also wohl eine liebevolle Lehrerin, die ihre Beruf sehr leidenschaftlich ausübt. Aber vergesst nicht: Rot steht an der Ampel auch für „Stopp“ ...]

Was ist ihr Lieblingsessen?

Fisch mit Gemüse

Was ist ihr Lieblingstier?

Katze: Ich habe als Haustier einen Kater, der Rotnase heißt.

Was ist ihr Lieblingsbuch/film?

Buch: Blauvogel (Indianerbuch) [Anm. d. Red.: Es spielt in der Mitte des 18. Jahrhundert und geht um einen weißen Jungen namens „Blauvogel“, der von Indianer entführt wird. Danach kehrt er gezwungener Maßen zu seiner weißen Familie zurück, dort gefällt es ihm nicht, da er es nicht mehr gewohnt ist, wie die weißen Menschen zu leben. Er kehrt dann freiwillig zu den Indianern zurück. Ob Frau Schleßing einen Marterpfahl benutzt, wissen wir aber nicht.]

Film: Weltraumfilme

Was ist ihr Lieblingsschülerspruch?

Ich kann heut‘ leider nicht mitschreiben, weil mein Daumen einen Sonnenbrand hat.

Familie?

Ich habe zwei Töchter, die Lara und Luisa heißen.

Welche Fächer unterrichten sie und warum?

Deutsch und Geschichte ( Rhetorik), weil ich als Kind schon immer gern gelesen habe.

Wo sind sie als Kind in die Schule gegangen?

Im Bundesland Brandenburg in der DDR.

Wie stellen sie sich den Alltag am DHG vor?

Eine offene Tür und ein offenes Ohr. [Anm. d. Red.: Eine löbliche Aussage, die hoffentlich durchgesetzt wird.]

Was war ihr erster Eindruck am DHG?

Ein Palast [Anm. d. Red.: Ist unsere Schule eine Palast? In diesem K...-Grün, mit dieser Palastküche? Und kennt Frau Schleßing die Toiletten im IV. Stock?? Zugegeben: Die Lerninseln im IV. und V. Stock sind ganz nett, aber für einen Palast bräuchten wir dringend noch mehr Farbe, Rolltreppen und einen Vertretungsplan, der auch wirklich stimmt, und eine Küche mit günstigerem Essen in größerer Auswahl – gerne auch mit Lehrern als Bedienung ;-). Und wenn wir Prinzen und Prinzessinnen in einem Palast sind, wollen wir auch mitbestimmen, was gemacht wird, und jedem steht ein E-Scooter, ein Parkplatz und mindestens ein Himmelbett zu ...]

Welche Unterschiede sind ihnen zwischen dem DHG und der Schule, auf der Sie zuvor waren, aufgefallen?

Davor war ich auf einer internationalen Schule mit Kindern aus den unterschiedlichsten Ländern

In welche Richtung sollte sich das DHG nach ihrer Meinung entwickeln?

Die ganzen guten Dinge mehr nach außen tragen.

Wie gefällt es ihnen am DHG?

Super. Ich wurde mit offenen Armen begrüßt.

Was hat sich für Sie geändert, seit sie Stellvertretende Schulleiterin sind?

Davor hatte ich keine Besuche bei den Lehrern in der Klasse zu machen.

Warum sind sie Stellvertretende Schulleiterin geworden?

Ich habe schon ganz unterschiedliche Aufgaben gemacht und wollte wieder was Neues ausprobieren.

 

Das war unser Interview mit Frau Schleßing. Noch eine weitere Information, die man ihrer Meinung nach wissen sollte:

Dynamo Dresden ist der beste Fußballverein.

Wir bedanken uns bei Frau Schleßing für das nette Interview und dass sie sich für uns Zeit genommen hat.

(Melek Ö. und Emilia U. 6A)

 


„In der Schule ging es mir zwar schlecht, zuhause konnte ich es jedoch am Anfang ausblenden.“ 

 

Der PISA-Studie der OECD aus dem Jahr 2017 zufolge ist in Deutschland jede/r sechste Schüler/in im Alter von 15 Jahren von Mobbing betroffen. Allgemein lässt sich festhalten, dass Mobbing unabhängig von Schulform und Geschlechtern wahrzunehmen ist. Eine Häufung kann im Alter von 8 bis 14 Jahren beobachtet werden. In Untersuchungen zeigte sich, dass Mobbing zu 80 Prozent im Klassenzimmer – jedoch außerhalb der Unterrichtszeit – stattfindet.

 

Wir haben uns mit einer Person unserer Schulgemeinschaft unterhalten, die sich selbst bereits in solch einer Situation wiedergefunden hat. Aus Datenschutzgründen halten wir die Person P. anonym.

 

Ventil: Wie ist das damals eigentlich zustande gekommen?

P: „Es gab großes Konfliktpotential zwischen mir und einigen Klassenkameraden, das sich dann durch Sticheleien beider Parteien entladen hat.“

V: Wie hast du dich in dieser Zeit gefühlt?

P: „Ich habe es zumeist verdrängt. In der Schule ging es mir zwar schlecht, zuhause konnte ich es jedoch am Anfang ausblenden. Ich bin zunehmend stiller und nachdenklicher geworden und das haben die Leute in meinem Umfeld dann auch bemerkt.

V: Ist es dir schwer gefallen, darüber zu sprechen?

P: „Ja, ich hatte damit Schwierigkeiten.“

V: Hat es irgendeine Intervention von außen gegeben?

P: „Ja, die Klassleitung hat einige wenig erfolgreiche Versuche unternommen, darunter auch ein Programm, das meiner Klasse mehrere Sitzungen am Nachmittag eingebracht hat. Dadurch wurde jedoch die Situation nur angespannter, weil wir uns gegenseitig für die zusätzlichen Stunden verantwortlich gemacht haben.“

V: Es wäre wohl besser gewesen, wenn man offen in der Klassengemeinschaft darüber gesprochen hätte, wo denn genau das Problem liegt, anstatt ein Problem unbekannter Ursache mit bekannten Mitteln zu bekämpfen. Haben sich noch andere Lehrer außer deiner Klassleitung für dieses Problem interessiert?

P: „Nein, eigentlich nicht.“

V: Wie hat sich das ganze normalisiert?

P: „Die Klasse wurde durch eine Fächerwahl geteilt, einige Personen, mit denen ich Schwierigkeiten hatte, sind in eine andere Klasse gekommen. Mit den verbleibenden Leuten in meiner Klasse bin ich klargekommen, weil alle älter und vernünftiger geworden sind.“

V: Hat es dich in späteren Jahren noch beeinflusst?

P: „(lachend) Schäden habe ich nicht davongetragen. Aber charakterlich hat es mich etwas verändert. Ich bin rationaler geworden und es hat mir weniger ausgemacht, wenn sich andere über mich lustig machten.“

V: Hast du noch Ratschläge für andere?

P: „Man sollte das ganze nach Möglichkeit ignorieren und es nicht zu nahe an sich heranlassen.“

 

Wenn sich Menschen in der Situation wiederfinden, gemobbt zu werden, hoffen sie auf einen Helden, der sie aus ihrer Lage befreien kann. Dieser Held muss jedoch keiner im klassischen Sinne sein, der mit Superkraft und Sidekick Menschen hilft, sondern kann auch jemand aus dem alltäglichen Leben sein.  

Denn jeder von uns kann ein Held sein!

Bereits die kleinsten Gesten können uns für Andere zum Helden werden lassen. Bei Mobbingopfern wäre dies, ihnen die Gewissheit zu geben, nicht alleine zu sein und jemanden zu haben, der für sie einsteht. (Auch unser Interviewpartner empfindet das so.) Deshalb ist es umso wichtiger, auf seine Mitschüler zu achten und den Mut zu haben, sie anzusprechen, wenn der Eindruck eines Mobbingfalls entsteht. Dadurch kann man dem Anderen helfen und somit selbst zum Helden werden.

 

Patrick und Felix, Q12

 


    Lehrerin: Frau Herzog

 

1. Alter: 28 Jahre

 

2. Größe: 1,74 m

 

3. Familie: Mann, eine Tochter und einen Hund

 

4. Hobbys:  mein Hund sucht Menschen, Trackin fahren

 

5. Welche Fächer unterrichten Sie? Mathe, Physik

 

6. Was ist Ihr Lieblingsschülerspruch? -

 

7. Was ist Ihr Lieblingsgesprächsthema? Hunde

 

8. Was war Ihr Traumberuf als Kind? Lehrer oder Erzieher

 

9. Warum sind Sie Lehrerin geworden? Ich habe in der 8. Klasse gemerkt, dass ich eh alles der Klasse erklären kann, deshalb bin ich Lehrerin geworden

 

10. Gibt es in Ihrem Leben etwas, dass Sie verändern möchten? Ich möchte gerne ein Haus

für mich und meine Famile bauen

 

11. Haben Sie schon einmal (aus Ihrer Sicht) eine kleine Heldentat begangen? Ich habe schon

einmal eine Briefmarke gerettet

 

12. Wenn Sie ein Held wären, wer wären Sie? Ironman, wegen dem Anzug, da steckt viel Physik drin

 

13. Wenn Sie einen Tag Bundeskanzlerin wären, was würden Sie tun?

Ich würde Bürokratie in Deutschland reduzieren, finde es in Deutschland sonst eigentlich gut

 

Wir wünschen Frau Herzog alles Gute für den Abschluss ihres Referendariats!

 

Leo, 6b

 


Herr Kellermann

 

  

1. Alter: 56 Jahre

 

2. Größe: 1,73 m

 

3. Familie: veheiratet, 3 Söhne

 

4. Hobbys: Ich fahre gerne Vespa.

 

5. Welche Fächer unterrichten Sie? Musik als Doppelfach

 

6. Was ist Ihr Lieblingsschülerspruch? „Wo waren Sie mein Leben lang?“

 

7. Was ist Ihr Lieblingsgesprächsthema? Urlaub, Vespatouren

 

8. Was war Ihr Traumberuf als Kind?  Chef, danach Atomphysiker, dann Tonmeister, dann Musiklehrer

 

9. Warum sind Sie Lehrer geworden? Ich habe festgestellt, dass ich mich mit Jugendlichen gut unterhalten kann

 

10. Gibt es in Ihrem Leben etwas, dass Sie verändern möchten? Corona muss aufhören.

 

11. Haben Sie schon einmal (aus Ihrer Sicht) eine kleine Heldentat begangen? -

 

12. Wenn Sie ein Held wären, wer wären Sie? Nicht Superman, mir gefällt die rote Hose

nicht; eine Mischung aus Batman und Captain America.

 

13. Wenn Sie einen Tag Bundeskanzler wären, was würden Sie tun?

- einen neuen Feiertag einführen, schadet niemanden

- die Ferien verlängern

 

Leo, 6b