Sozialkunde


Wahlakt beim Projekt Juniorwahl, das am DHG schon seit 2013 durchgeführt wird: „Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen - abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.“ 

(Winston Churchill am 11. November 1947)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

SOZIALKUNDE AM DEUTSCHHERREN-GYMNASIUM

 

Ziel des Faches Sozialkunde (ab 2022: Politik und Gesellschaft) ist die Demokratiefähigkeit junger Menschen. Hier lernen wir die Möglichkeiten zur Mitgestaltung einer Demokratie ebenso kennen wie deren Umfeld im nationalen und internationalen Rahmen. Das Fach Sozialkunde fördert eine persönliche, werteorientierte Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Diese Werteorientierung setzt ethische Maßstäbe für die eigene Lebensführung, gründet sich auf Demokratie, Frieden und Freiheit als fundamentale Prinzipien, insbesondere auf die Achtung der Menschenwürde sowie der Menschen- und Bürgerrechte und schließt die Ablehnung extremistischer Grundhaltungen ein.

 

 


JUNIORWAHL 2021 AM DEUTSCHHERREN-GYMNASIUM: FDP WIRD SENSATIONELL STÄRKSTE KRAFT, GRÜNE GEWINNEN DIREKTMANDAT, CSU NUR VIERTE HINTER SPD

Am Deutschherren-Gymnasium Aichach fand vom 22.-24. September 2021 schon zum sechsten Mal das Projekt Juniorwahl statt und erbrachte im Vergleich zur vorherigen Bundestagswahl erneut überraschende Ergebnisse: Unter den 190 Wählern der 10.-12. Klasse verdoppelte insbesondere die FDP ihr schon zuletzt zweistelliges Ergebnis nochmals und wurde mit nunmehr 22,6% der Zweitstimmen stärkste Kraft. Auch die Grünen konnten  mit 20,5% gegenüber 2017 zulegen, erreichten damit aber nur gut die Hälfte ihres Ergebnisses bei der Europawahl 2019. Dafür hätte, wäre das nur am Aichacher Gymnasium zu entscheiden, ihr Direktkandidat Stefan Lindauer das Direktmandat von der CSU geholt. Denn die CSU wurde mit 10,5% ähnlich wie schon bei Europawahl nur viertstärkste Kraft, erreichte damit nicht einmal mehr halb soviel Stimmen wie 2017 und verlöre trotz Splitting vieler Erst- und Zweitstimmen erstmals auch das Direktmandat von Hansjörg Durz MdB.

Auf Platz drei liegen bei den jungen Wählern mit ebenfalls nur 11% die wieder leicht erstarkte SPD, auf Platz fünf verdreifachte „Die Linke“ ihr 2017-er Ergebnis auf nunmehr 8,9%. Von den kleineren Parteien liegen auf Platz sechs gleichauf die erstmals gewählten Freien Wähler und die Tierschutzpartei mit je 5,3%. Alle übrigen Parteien lägen bei den jungen Wählern deutlich unter 5 Prozent der Zweitstimmen und zögen damit rechnerisch nicht in den Bundestag ein, darunter die AfD mit 2,6%, die ÖDP mit 2,1% und Die PARTEI mit 3,7%.

Stimmzetteleinwurf in die Wahlurne am Donnerstag unter den wachsamen Augen zweier Wahlhelfer und Führung der Wählerliste.

 

Die Juniorwahl richtet sich vor allem an Schulen und ermöglicht den künftigen Wählern als Planspiel eine originalgetreue Wahl mit Wahlbenachrichtigung, Wählerliste sowie Erst- und Zweitstimme, die der echten Wahl so nahe kommt, dass ihr Ergebnis erst nach Schließung der offiziellen Wahllokale veröffentlich werden darf. Sie wurde am Aichacher Gymnasium unter Leitung der Fachschaft Sozialkunde von der Klasse 10a mit ihrer Lehrerin Margret Kammerl durchgeführt, wahlberechtigt waren alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10-12. Dabei nahmen von den 199 Wahlberechtigten 190 an der Wahl teil, sodass sich eine Wahlbeteiligung von 95% ergibt.

 

Außer am Deutschherren-Gymnasium fand die Juniorwahl in Aichach auch an der Geschwister-Scholl-Mittelschule, der Elisabeth-Schule und der Berufsschule statt, insgesamt an 4513 Schulen im ganzen Bundesgebiet mit über einer Million Schülern. Alle Ergebnisse finden sich seit Sonntagabend unter juniorwahl.de sowie für das Gymnasium unter www.dhg-aic.de.

Bild, Text und Graphik: Michael Lang