„Ich sehe was, das ist ganz schwarz!“, eröffneten Schülerinnen des Deutschherren-Gymnasiums das diesjährige Weihnachtskonzert.
Erstaunlicherweise versetzt dieses Schwarz alle in Feststimmung, denn es handelte sich um die feierliche Einweihung des schwarzen Bühnenvorhangs. Mit einem Augenzwinkern machten sie damit auf das neu installierte Bühnenaccessoire aufmerksam, das den Rahmen für einen festlichen und stimmungsvollen Konzertabend bildete.
Der Jugendchor begann den Abend besinnlich und nahm anschließend das Publikum zusammen mit dem Chor auf eine vorweihnachtliche Reise mit traditionellen Weihnachtsliedern. Zusammen mit dem Orchester wurde es voll auf der Bühne und die Präsenz und Freude der jungen Musikerinnen und Musiker ist beeindruckend.
Die Schule kann bei ihren Gesangssolisten wahrlich aus dem Vollen schöpfen: Mehrere Schülerinnen und Schüler überzeugten mit ihren Soloauftritten, die durch ihre Klarheit und Ausdruckskraft das Publikum besonders berührten und zusammen mit der Schulband unter der Leitung von Vera Decke-Karrer den voll besetzten Saal in ihren Bann zogen. Und bei „Rudolph the rednosed reindeer“ wippte sogar Bürgermeister Habermann mit seiner Frau beschwingt mit.
Ein besonderes Highlight des Abends war die Aufführung der „Weihnachtskantate für junge Leute“, für die Orchester, Chor und sogar der Ehemaligen-Chor unter der Leitung von Helga Schallmayer-Fritscher zusammen musizierten und in einer nachdenklichen und zugleich humorvollen Interpretation die Weihnachtsgeschichte ins Hier und Jetzt holten. Neben den festlichen Klängen und der fröhlichen Stimmung wurde darin auch leise Kritik am kommerziellen Weihnachtsrummel laut, denn die „Zweifler“ erinnerten z. B. daran, sich inmitten von Konsum und Geschenkewahn auf den eigentlichen Kern des Festes zu besinnen.
Der Applaus in der voll besetzten Aula war überwältigend und zeigte die Begeisterung und Wertschätzung für die beeindruckenden musikalischen Leistungen.
(Text und Fotos: K. Dollinger)
Bilder:
Schülerinnen des Orchesters
Stimmgewaltig und einfühlsam zugleich: Lena Börner und Rosa Wonnenberg (v.l.n.r..)
Volle Bühne bei der Weihnachtskantate unter der Leitung von Helga Schallmayer-Fritscher